Clickertraining Katzen

Wenn Sie Ihr Kätzchen was beibringen wollen, müssen Sie wissen wie die Katze denkt und sich verhält.Katzen sind keine Rudeltiere wie Hunde, die Ihrem Rudelführer eine Freude machen möchte. Ihr Vierbeiner wird sich bemühen sich selbst eine Freude zu machen.Mit ein wenig Geduld und Verständnis können Sie ihrer Katze etwas beibringen und das ist sehr wichtig. Wie wollen Sie Ihre Katze z.b. untersuchen oder sie bürsten wenn sie nicht gelernt hat das es angefasst wird? Und wollen Sie wirklich, dass sie über die Arbeitsflächen in der Küche spaziert? Hier gibt es einige Tipps für das Clickertraining Katzen. 

Die Grundregeln

Zunächst muss man begreifen das Katzen keine Bestrafung verstehen.Gutes Benehmen zu ermutigen, funktioniert erheblich besser.Hört sich das Schwierig an? Sie müssen sich diese 3 Begriffe  Respekt, Fördern und Belohnen merken.Als 1. reden wir mal über Respekt.Es ist besonders wichtig sich katzenfreundlich zu verhalten.Haben Sie gewusst das Katzen es hassen angestarrt zu werden? Oder dass Sie plötzliche Geräusche und Bewegungen nicht ertragen können?

Fördern bedeutet einfach Kontinuität und Wiederholungen. Wenn Ihre Katze etwas macht was Sie nicht mögen (zb. auf den Tisch zu springen) sagen Sie freundlich und bestimmt nein. Wenn sie etwas tut , das Sie unterstützen möchten dann loben Sie Ihre  Katze ausgiebig. Nun kommen wir zum Belohnen. Es gibt zwei Arten von Belohnung: Lob und Leckerli.Beides motiviert ihre Katze enorm.

Gewöhnen Sie Ihre Katze daran, das sie festgehalten wird.

Vielen Katzen gefällt es nicht das Sie hochgehoben werden.Je früher man die Katze daran gewöhnt, desto besser. Viele Menschen bringen Ihrer Katze unwissentlich schlechte Angewohnheiten bei. Sie heben Ihre Kätzchen hoch und setzen es sofort wieder ab wenn Sie sich wehrt.So lernen die Kätzchen ihren Willen durchzusetzen wenn man sich wehrt. Besser ist es, wenn Sie Ihre Katze hochheben und sie liebevoll und sicher festhalten wenn sie sich wehrt.Wenn sich Ihr Kätzchen wieder beruhigt hat, loben Sie sie ausgiebig und setzen Sie sie dann ab.

Beißen

Verspielt zubeißen ist ein ganz normales Verhalten kleiner Kätzchen.Beißt Ihr Kätzchen während des Spielens in die Hand, beenden Sie das SPiel umgehend.Aber ziehen Sie Ihre Hand nicht ruckartig weg, denn sonst wird das Spiel für Ihre Katze noch interessanter.Spielzeuge und Bälle sind bessere Jagdobjekte.

Kratzen

Kann man Katzen beibringen, nicht zu kratzen? Nein. Katzen lieben es, an Dingen zu kratzen, es ist ihre ganz natürliche Art der Reviermarkierung und dehnt außerdem die Muskeln. Aber das bedeutet nicht, dass Sie mit zerkratzten Möbeln leben müssen. Bringen Sie Ihrem Kätzchen bei, woanders zu kratzen. Weil Katzen raue Oberflächen besonders lieben, sollten Sie einen Kratzbaum kaufen. Eine Möglichkeit ist beispielsweise ein Kratzbaum, um dem ein Seil gewickelt ist.

Spielen Sie mit Ihrer Katze in der Nähe des Kratzbaums und belohnen Sie sie mit Lob und einem Leckerli, wenn sie ihn benutzt. Wenn eine Katze an einem Möbelstück kratzt, markiert sie es mit ihrem Duft. Wenn Sie es anschließend mit einem Anti-Geruchsmittel desinfizieren, wird sie mit etwas Glück die Lust an dem Möbelstück verlieren. Einige Katzenbesitzer gehen sogar so weit, ihre Möbel mit Folie abzudecken, denn die meisten Katzen sind nicht besonders wild darauf, an glatten Oberflächen zu kratzen.

Clickertraining Katzen ist eine Methode der Verhaltensbeeinflussung von Tieren und dient somit deren Ausbildung. Wissenschaftlich gesehen ist Clickertraining operante Konditionierung mit systematischer Verwendung eines konditionierten, sekundären Verstärkers.

Clickertraining Katzen

Clickertraining ist eine moderne, tierfreundliche und wissenschaftlich fundierte Methode, Tieren etwas beizubringen. Dabei nutzen Sie alle Regeln, die wir hier erklärt haben, und belohnen Ihr Kätzchen für jedes gute Verhalten mit einem Klickgeräusch.

Clickertraining Katzen ist mit nahezu jeder Tierart möglich und kann erfolgreich sein. Außer bei Delphinen, Hunden und Katzen wird es auch häufig bei Pferden, Vögeln und selbst bei niederen Tieren wie Lurchen, Amphibien etc. eingesetzt.

Mit der Clicker-Methode kann man nicht nur Hunde erziehen und ihnen Tricks beibringen,sondern auch bei Katzen ist dieses durchaus möglich. Egal welchen Trick man seiner Katze beibringen will, das Einüben durch das Clickertraining verläuft immer gleich. Ganz am Anfang steht, dass man die Katze langsam an den Trick heranführt. Soll die Katze zum Beispiel lernen, auf Kommando Sitz zu machen, muss man dieses Verhalten zunächst einmal dadurch erzeugen dass man ein Leckerli so an der Katze vorbei führt, dass diese sich hinsetzen muss, um es zu bekommen. Am besten bewegt man das Leckerli hierbei leicht über den Kopf der Katze nach hinten hin weg.

Setzt sich die Katze hin, wird sie mit dem Leckerbissen belohnt. Sobald die Katze wiederholt das gewünschte Verhalten zeigt, kann man damit beginnen, den Clicker einzusetzen. Nun wird dieser bevor die Katze das Leckerli bekommt jedes Mal betätigt. Das Tier wird bald eine Verbindung zwischen dem Clickergeräusch und der Gabe von Leckerlis herstellen, sodass alleine das Geräusch später zur Belohnung wird. Zunächst muss man aber noch das Kommando in den Ablauf der Übung integrieren. Damit beginnt man schleichend, indem man es immer gerade dann gibt, wenn die Katze sich hinsetzten möchte. Alle Bestandteile des Tricks werden mit der Zeit von der Katze zusammengefasst, sodass das gewünschte Verhalten nach einiger Zeit bei der Nennung des Kommandos erfolgen kann und das Clickergeräusch die Belohnung darstellt. Bei den Kommandos kann man übrigens zwischen gesprochenen Kommandos und Sichtzeichen unterscheiden.

Auf welches Ihre Katzen besser reagieren müssen Sie selbst austesten. Für das Clickertrining braucht man viel Geduld. Katzen sind nämlich in ihrem Verhalten eigenständiger als zum Beispiel Hunde, die viel mehr auf den Menschen als Rudelführer und seine Kommandos ausgerichtet sind. Um so stolzer ist man allerdings, wenn die ersten Erfolge zu verbuchen sind. Die Anzahl der Tricks, die einstudiert werden können, ist unbegrenzt. Unterstützung bietet dabei auch Fachliteratur zum Thema Clickertraining für Katzen, wie es in gut ausgestatteten Zoohandlungen oder im Buchhandel erworben werden kann.

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